Kinderbuch selbst gestalten

Kinderbuch selbst gestalten: So wird deine Idee zu einer persönlichen Geschichte

Ein eigenes Kinderbuch zu gestalten klingt zunächst nach einem großen Projekt. Dabei muss es gar nicht kompliziert sein. Oft beginnt alles mit einer einfachen Idee: ein bestimmtes Tier, ein kleines Abenteuer oder eine Geschichte, die genau zu deinem Kind passen soll. Aus dieser Idee kann Schritt für Schritt ein ganz persönliches Kinderbuch entstehen.

Christoph Hofmaier

Autor und Entwickler von Meine-Maerchenfee.de

Symbolfoto KI-generiert

Warum ein selbst gestaltetes Kinderbuch etwas Besonderes sein kann

Ein selbst gestaltetes Kinderbuch ist nicht einfach nur irgendeine Geschichte aus dem Regal.

Du kannst selbst entscheiden, worum es geht, welche Figuren vorkommen und welche Stimmung die Geschichte haben soll. Vielleicht möchtest du eine Geschichte über das Lieblingstier deines Kindes schreiben. Oder dein Kind soll selbst die Hauptfigur sein.

Genau darin liegt der Reiz: Die Geschichte entsteht nicht für irgendein Kind, sondern für dein Kind.

Am Anfang steht die Idee

Bevor du die erste Seite gestaltest, solltest du dir überlegen, was du eigentlich erzählen möchtest.

Das kann ganz einfach sein:

  • Wer ist die Hauptfigur?
  • Wo spielt die Geschichte?
  • Was erlebt die Figur?
  • Gibt es ein kleines Problem oder Abenteuer?
  • Wie endet die Geschichte?

Du brauchst dafür zunächst keinen perfekten Text.

Ein paar Stichpunkte reichen völlig aus.

Zum Beispiel: „Lina liebt Pferde. Eines Abends entdeckt sie ein kleines Fohlen. Das Fohlen hat sich verirrt. Lina hilft ihm, seine Mutter wiederzufinden.“

Damit hast du bereits einen Ausgangspunkt für eine Geschichte.

Die Hauptfigur sollte zum Kind passen

Wenn du ein Kinderbuch für dein eigenes Kind gestaltest, kannst du die Hauptfigur sehr persönlich machen.

Vielleicht bekommt sie den Namen deines Kindes. Vielleicht hat sie dasselbe Lieblingstier. Vielleicht erlebt sie ein Abenteuer an einem Ort, den dein Kind gerne besucht.

Je näher die Geschichte an der Lebenswelt deines Kindes liegt, desto leichter kann eine persönliche Verbindung entstehen.

Mehr darüber, wie der eigene Name in eine Geschichte eingebunden werden kann, findest du hier: Kinderbuch personalisieren.

Eine einfache Handlung reicht völlig aus

Gerade bei jüngeren Kindern brauchst du keine komplizierte Geschichte mit vielen Wendungen.

Ein Anfang, ein kleines Abenteuer und ein gutes Ende können vollkommen ausreichen.

Beispielsweise:

Anfang: Das Kind entdeckt etwas Besonderes.

Mitte: Gemeinsam mit einer Figur erlebt es ein kleines Abenteuer.

Ende: Das Problem wird gelöst und die Geschichte findet einen ruhigen Abschluss.

Das klingt einfach. Und genau das kann für ein Kinderbuch sehr gut funktionieren.

Die Sprache sollte zum Alter passen

Ein Kinderbuch für ein dreijähriges Kind sollte anders geschrieben sein als eine Geschichte für ein achtjähriges.

Jüngere Kinder können einer überschaubaren Handlung mit kurzen, verständlichen Sätzen häufig leichter folgen. Ältere Kinder können mehr Handlungsschritte, längere Texte und komplexere Zusammenhänge aufnehmen.

Deshalb solltest du schon bei der Planung überlegen, für welches Alter du die Geschichte gestaltest.

Wenn du ein Kinderbuch für ein dreijähriges Kind gestalten möchtest, findest du hier weitere Informationen: Kinderbücher ab 3 Jahren.

Wie lang sollte ein selbst gestaltetes Kinderbuch sein?

Auch hier gibt es keine feste Regel.

Die Geschichte sollte so lang sein, wie sie braucht, um erzählt zu werden. Du musst keine Seiten hinzufügen, nur damit das Buch dicker aussieht.

Ein kurzes Kinderbuch kann genauso schön sein wie ein längeres.

Vor allem bei jüngeren Kindern können überschaubare Geschichten sogar besonders gut funktionieren.

Wenn du genauer wissen möchtest, wie lang ein selbst gestaltetes Kinderbuch sein kann, findest du hier weitere Informationen: Wie lang sollte ein selbst gestaltetes Kinderbuch sein.

Bilder gehören zur Geschichte dazu

Bei einem Kinderbuch erzählen nicht nur die Wörter.

Auch die Bilder tragen einen großen Teil der Handlung.

Ein Bild kann zeigen, wo die Geschichte spielt, wie eine Figur aussieht oder was gerade passiert. Dadurch musst du nicht jede Einzelheit im Text erklären.

Gerade bei jüngeren Kindern bieten die Bilder außerdem viele Möglichkeiten, gemeinsam darüber zu sprechen.

„Was siehst du hier?“

„Wo ist das kleine Tier?“

„Was glaubst du, was passiert jetzt?“

So wird das Buch zu einem gemeinsamen Erlebnis.

Ein Kinderbuch muss nicht perfekt sein

Wenn du dein erstes eigenes Kinderbuch gestaltest, kann schnell der Anspruch entstehen, alles müsse professionell aussehen.

Das ist nicht nötig.

Für dein Kind ist wahrscheinlich viel wichtiger, dass die Geschichte etwas mit ihm zu tun hat.

Ein selbst gemaltes Bild kann genauso schön sein wie eine perfekte Illustration. Ein kleiner Fehler im Text macht die Geschichte nicht wertlos.

Persönlichkeit ist oft wichtiger als Perfektion.

Du kannst eine Geschichte gemeinsam mit deinem Kind entwickeln

Wenn dein Kind alt genug ist, kannst du es sogar in die Entstehung einbeziehen.

Frag einfach:

  • Welches Tier soll vorkommen?
  • Wo soll die Geschichte spielen?
  • Was soll passieren?
  • Welche Figur soll dein Begleiter sein?
  • Wie soll die Geschichte enden?

Vielleicht kommen dabei völlig andere Ideen heraus, als du erwartet hast.

Und genau das macht es interessant.

Eine persönliche Geschichte kann auch digital entstehen

Du musst ein Kinderbuch nicht zwingend komplett selbst schreiben und illustrieren.

Heute können Geschichten auch digital gestaltet und anschließend gemeinsam vorgelesen werden.

Das ist besonders praktisch, wenn du die Idee für eine persönliche Geschichte hast, aber nicht die Zeit, ein komplettes Buch selbst zu schreiben.

Du kannst beispielsweise eine grobe Handlung vorgeben und daraus eine persönliche Geschichte entwickeln lassen.

Die Märchenfee kann aus deiner Idee eine Geschichte machen

Bei der Märchenfee kannst du unter anderem Name und Alter des Kindes vorgeben. Auch Interessen und Wünsche können in die Geschichte einfließen.

So kannst du beispielsweise eine Geschichte über ein bestimmtes Lieblingstier gestalten oder ein kleines Abenteuer vorgeben.

Die fertige Geschichte ist für das gemeinsame Vorlesen gedacht.

Du liest vor – dein Kind hört zu.

Damit bleibt der persönliche Charakter der Geschichte mit dem eigentlichen Vorlesemoment verbunden.



Selbst gestalten oder personalisieren lassen?

Beides hat seinen Reiz.

Wenn du gerne schreibst und gestaltest, kann das komplette Erstellen eines eigenen Kinderbuchs ein schönes Projekt sein.

Wenn dir dagegen vor allem die persönliche Idee wichtig ist, kannst du dir einen Teil der Arbeit abnehmen lassen.

Du entwickelst die Grundidee – und aus dieser Idee entsteht eine passende Geschichte.

So musst du nicht bei der ersten leeren Seite anfangen.

Das Buch sollte zum Vorlesen geeignet sein

Wenn du ein Kinderbuch selbst gestaltest, solltest du immer daran denken, wie es später vorgelesen wird.

Kannst du den Text flüssig lesen?

Sind die Sätze verständlich?

Gibt es Stellen, an denen du eine Pause machen kannst?

Und passt die Länge zur Aufmerksamkeit deines Kindes?

Gerade bei einem Buch für den Abend kann eine überschaubare Geschichte angenehmer sein.

Wenn du wissen möchtest, wie lange eine Vorleserunde sinnvoll sein kann, findest du hier weitere Informationen: Wie lange sollte man Kindern vorlesen.

Eine selbst gestaltete Geschichte kann zum Abendritual werden

Vielleicht wird aus deiner Geschichte irgendwann ein fester Bestandteil des Abendrituals.

Schlafanzug anziehen.

Zähne putzen.

Kuscheln.

Geschichte vorlesen.

Gute Nacht.

Gerade ruhige Geschichten können dabei helfen, den Tag langsam ausklingen zu lassen.

Weitere Ideen für passende Geschichten findest du hier: Gute-Nacht-Geschichten für Kinder.

Fazit: Aus einer Idee kann eine ganz persönliche Geschichte werden

Ein Kinderbuch selbst zu gestalten muss kein riesiges Projekt sein.

Oft reicht eine einfache Idee, eine Hauptfigur und ein kleines Abenteuer. Wenn Sprache, Handlung und Bilder zum Alter des Kindes passen, kann daraus eine Geschichte entstehen, die dein Kind gerne hört.

Und wenn der eigene Name, ein Lieblingstier oder ein besonderes Interesse darin vorkommt, wird die Geschichte noch persönlicher.

Am Ende geht es nicht darum, das perfekte Kinderbuch zu schaffen. Es geht darum, eine Geschichte zu erzählen, die dein Kind gerne hört.

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Du kannst die Geschichte nach euren Vorstellungen gestalten und sie anschließend deinem Kind selbst vorlesen.

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Häufige Fragen zum selbst gestalteten Kinderbuch

Wie kann ich ein Kinderbuch selbst gestalten?

Beginne mit einer einfachen Idee. Lege Hauptfigur, Schauplatz, Handlung und Ende fest. Anschließend kannst du Text und Bilder auf die einzelnen Seiten verteilen.

Wie lang sollte ein selbst gestaltetes Kinderbuch sein?

Eine feste Länge gibt es nicht. Die Geschichte sollte so lang sein, wie sie braucht, um gut erzählt zu werden und zum Alter des Kindes zu passen.

Kann mein Kind selbst die Hauptfigur sein?

Ja. Der Name des Kindes kann beispielsweise in die Geschichte eingebunden werden. Auch Interessen und Wünsche können berücksichtigt werden.

Muss ich Text und Bilder selbst erstellen?

Nein. Du kannst ein Kinderbuch vollständig selbst gestalten oder dir bei einzelnen Teilen Unterstützung holen. Auch personalisierte Geschichten können digital erstellt werden.

Ist ein selbst gestaltetes Kinderbuch für 3-Jährige geeignet?

Ja. Wichtig ist, dass Sprache, Handlung, Länge und Bilder zum Alter des Kindes passen.

Kann ein selbst gestaltetes Kinderbuch als Gute-Nacht-Geschichte dienen?

Ja. Eine ruhige, überschaubare Geschichte kann sehr gut Teil eines gemeinsamen Abendrituals werden.



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